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Kleiner brauner Haufen im Führerhauptquartier

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Langsamkeit in Polen entdecken
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Kacken, wo einst der Führer kackte

Kann man. In Polen. Auf der Wolfsschanze. (Wir haben gehört, dass unser Blog vorzugsweise auf dem Klo gelesen wird.) Jedenfalls: Überschrift und Info erst mal sacken lassen und drüber nachdenken...
Ohne Witz, die haben hier tatsächlich einen Campingplatz hin gebaut. Wir haben zunächst nur die Schilder gesehen und konnten das erst gar nicht glauben. Dachten das wäre nur eine Anlehnung an den Namen oder so. Wie jetzt z.B. Campingplatz „Goldene Meile“. Da ist ja dann auch alles nur normal asphaltiert.

Natürlich ist das Klo nicht in irgend einem Bunker, sondern in einem Sanitärgebäude neueren Datums. Das Klo ist selbstverständlich auch neu. Aber der Ort an sich, also das Areal, ist das, auf dem der Einhodige seine Überfälle auf Europa geplant und befohlen hat. Übrigens fand hier auch das missglückte Bombenattentat auf Hitler durch Claus Schenk Graf von Staffenberg statt. Dazu gibt es hier auch eine Gedenkstätte.
 
Wolfsschanze Werbung

Camping auf der Wolfsschanze?!?

Klo

Klo auf der Wolfsschanze

 
Man bezahlt für den Campingplatz und muss auch gleichzeitig ein Ticket für die Wolfsschanze kaufen, wo man dann herumlaufen und die riesigen Betonklötze anglotzen kann.
 
Zelt an Schanze

Zelt vor den Ruinen eines Bunkers

 
Achtung

Achtung Lebensgefahr!

 

Ruhe vor dem Volkssturm

Wir konnten uns früh morgens alles in Ruhe anschauen und zwar noch bevor busseweise die Tagestouries angekarrt wurden und an allen Ecken und Enden Ordner herumstehen. Die Touries werden zu Hunderten durch die Betonruinen geschleust - natürlich mit Führer.
Übrigens alles dabei: Amerikaner, Franzosen, Polen, Deutsche, Niederländer, irgendwelche Schulklassen, etc...
Anschließend kann man hier dann noch Gruppentouren im Kübelwagen durch den Wald oder Fotoshooting vor dem Wehrmachtspanzer machen. Als Andenken werden Repliken von Stabhandgranaten, alte ausgemusterte Gasmasken russischer Bauart oder anderer nutzloser Militärfetisch angeboten.
Genau wie auf den Externsteinen laufen hier einige dubiose Gestalten herum. Nur nicht so harmlos. Ist nämlich leider auch ein Pilgerort für (Neo-)Nazis und die "Es-war-ja-nicht-alles-schlecht-damals" Spinner. War uns aber eigentlich schon vorher klar.
 
Das gesamte Areal ist riesig groß, hier haben damals 2000 Leute ihr Unwesen getrieben.
Das FHQ Gelände an sich ist umzäunt und bewacht. Um uns zurechtzufinden haben wir eine Infotafel abfotografiert und uns die Bunkeranlagen nach und nach alleine angeschaut. Irgendwann am Ende haben wir gecheckt, dass die Nummerierung unserer Infotafel nicht mit der tatsächlichen Nummerierung übereingestimmt hat. Haben wir aber während unseres Rumlatschens nicht bemerkt, denn ganz ehrlich: Ein kaputt gesprengter Betonklotz sieht aus wie jeder andere. Lediglich die Größe ist unterschiedlich.
 
 
FensterII

Barackenfenster im Wald

 
 
 
 
Wo wir uns zuletzt aufgehalten haben