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Basics #3: Wie wir wohnen

Basics #4: Wie wir unterwegs Kaffee kochen
22/02/2017
Basics #2: Wie wir unseren Kram mitschleppen
22/02/2017
 

Die ganze Welt ist unser Schlafzimmer. Deshalb ist der wahrscheinlich wichtigste Gegenstand auf unserer Reise, gleich nach unseren Rädern, unser Zelt.
3,22qm Privatssphäre, zum Schlafen, Um- und Anziehen, Schutz vor Regen, Schnee, Kälte oder Sturm. Bei schlechtem Wetter wird hier sogar gekocht.

 

Unsere Zeltaufteilung auf 1,4m X 2,3m. Hier seht ihr unser Schlafzimmer (manchmal auch Wohnzimmer oder Küche - je nach Wetter).

 

So sieht unser Blick in den Fußraum aus. Dort unten sind auch unsere Schuhe trocken untergebracht. Im Vorzelt würden sie über Nacht feucht werden, z.B. bei Nebel.
Außerdem kann man so vermeiden, dass sich nachts irgend welches Viehzeug im Schuh einnistet (Nacktschnecken, Skorpione, Lurche).

 

Wieso gerade dieses Zelt?

Achtung! Fachsimpelei für Leute mit Ausrüstungsfetisch. Wir nutzen für unsere Abenteuer ein Zelt der Firma "Hilleberg" aus Schweden, genauer gesagt das Modell "Staika". Warum es ausgerechnet dieses Zelt geworden ist? Hier die Auflösung:

Vor dem Zeltkauf standen folgende Überlegungen und Ansprüche an das zukünftige Zelt, nachfolgend gegliedert nach Priorität:

1. Es sollte für zwei Personen geeignet sein
2. Es sollte gut auf dem Fahrrad transportiert werden können (Gewicht & Packmaß)
3. Es sollte freistehend sein, also zur Not ohne abspannen stehen können
4. Es sollte ganzjährig nutzbar und robust sein
5. Es sollte sich farblich gut in die Landschaft/ Natur einfügen
6. Es sollte zwei Apsiden (Vorzelte) haben

Punkte 1 und 2 verstehen sich ja von selbst.
Punkt 3 ist vor allem dann wichtig, wenn man das Zelt schnell (z.B. bei Regen) oder auf schlechtem Untergrund (z.B. Felsen) aufbauen muss. Zu Zweit schaffen wir es, unser Hilleberg in unter zwei Minuten aufzustellen. Das ist möglich, da beim Staika das Innenzelt bereits mit dem Außenzelt gekoppelt aufgebaut werden kann. Außerdem sind die drei Stangen gleich lang, also spielt es keine Rolle, welche Stange wohin kommt. Das spart Zeit und Gefummel.
Punkt 4 ist erfüllt, da es ein Zelt der Hilleberg "Black Label" Serie ist. Das heißt, es ist für extreme Wetterlagen und Umgebungen entwickelt worden. Egal ob Hochgebirge, Wüste oder Polarexpedition. Für ein Staika kein Problem. Für Radreisen also allemal zu gebrauchen.
Punkt 5 ist von Vorteil, wenn man mal wild zelten muss und keine Aufmerksamkeit erregen möchte.
Punkt 6 ist einfach angenehm, weil jeder seinen eigenen Bereich zum Chaos hinterlassen hat. Außerdem ist bei zwei Eingängen und Apsiden gewährleistet, dass immer eine Seite vom Wind abgewand ist und das Kochen somit deutlich einfacher ist. Weiterer Vorteil: Wenn man nachts mal raus muss, braucht man nicht mehr über den Anderen rübersteigen, sondern benutzt seinen eigenen Eingang. Allein das ist schon Gold wert.

 

Morgendlicher Ausblick aus dem Zelt

 
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Wild zelten an der Cote Vermeille (F)