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Da wir unseren "Hausstand" nicht einfach in einer Alditüte am Lenker mit uns rumschleppen können, nutzen wir seit vielen Jahren Radtaschen von Ortlieb. Zu den mittlerweile legendären Packtaschen muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Tausende Radfahrer täglich können nicht irren. Radtaschen aus robuster, abwaschbarer LKW-Plane. Welche Modelle wir genau nutzen, erfährst du weiter unten.

 

Um uns lästige Sucherei von Ausrüstung auf unseren Radreisen zu ersparen, haben wir die Originalgriffe bzw. Schlaufen mit Paracord umflochten und so unsere Taschen markiert. Sieht besser aus, ist robuster und wir führen so noch mehrere Meter Paracord mit uns.
Paracord kann z.B. als Ersatz-Zeltleine, Ersatz-Schnürsenkel oder für tausend andere Möglichkeiten genutzt werden.
Wenn man sich nachts ein paar wärmere Socken suchen muss, findet man so schneller die richtige Tasche.

Ortlieb Back-Roller Classic

Ortlieb Radtaschen im Vorzelt verstaut

 

Funktionalität vor Design

Wir nutzen beide seit vielen Jahren die Ortlieb Front- und Back-Roller Classic. Zugegeben: Es gibt zur Herstellung von Taschen sicher schönere Materialien als LKW Plane. Auch der "Rollverschluss" unserer Taschen ist nicht jedermanns Sache und manchmal etwas - sagen wir mal "störrisch". Was die Funktionalität angeht, hat uns jedoch noch keine andere Tasche auf dem Markt so überzeugen können.

Ein konkretes Beispiel, das die Vorzüge der Taschen schnell klar macht: Du quälst dich morgens bei penetrantem Nieselregen widerwillig aus dem klammen Zelt. Es hat die ganze Nacht geschüttet wie aus Eimern. Der Boden ist nass, durch das Rumgelatsche jetzt auch noch schön matschig. Du stellst deine, bis zum Bersten vollbepackten Taschen vor dem alten Drahtesel ab, um ihn standesgemäß zu überfrachten... und ZACK!! Taschen umgefallen und (natürlich) in den kleinen See, der sich spontan über Nacht in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Zelt gebildet hat. Einfach nur geil!
Bei Taschen mit einer Klappe als Verschluss kann euch so Wasser ins Innere laufen. Beim Rollverschluss ist das beinahe ausgeschlossen. Falls doch, wurde falsch gerollt.
Matsch und Dreck lässt sich mit einem feuchten Lappen einfach abwischen, was ein weiterer Vorteil von Taschen aus LKW-Plane ist.

 

Die Lenkertasche

Die Lenkertasche von innen. Hier ist alles verstaut, was man schnell mal griffbereit haben will.
In der wasserdichten Tasche ist z.B. unsere Erste Hilfe Tasche, was zu futtern, Sonnenspray, Taschentücher, Müllbeutel, noch mehr zu futtern und nicht zu vergessen: Ein paar kleine Zwischenmahlzeiten, falls man unterwegs einfach mal was futtern möchte.

Ortlieb Lenkertasche mit lecker Futter

 
 

Negativbeispiel


Anfangs hatten wir Packtaschen aus Nylon, die bei Regen mit einer wasserdichten Haube abgedeckt werden mussten. War uns auf Dauer echt zu umständlich. Wenn man bei Regenwetter mal schnell was aus der Tasche brauchte, musste man erstmal umständlich den Überzug abziehen. Weiterer Minuspunkt waren die anfälligen Reißverschlüsse.
Für Tagestouren von einer Pension zur nächsten sicher ganz gut zu gebrauchen, wenn's aber mal matschig wird und die Taschen beim Zeltaufbau im Dreck liegen, sind sie schnell ruiniert. Das Anbringen der Taschen am Gepäckträger war auch ziemlich fummelig.
Alles Nachteile, die wir mit unseren "unkaputtbaren" Ortliebtaschen nie mehr hatten. Einfach anklicken und fertig. Egal bei welchem Wetter.
Was dann noch unnötigerweise bei Gegenwind mit den Abdeckungen der Taschen passiert, kann man ja ganz gut an nachfolgendem Bild erkennen. Übrigens auch der Grund, warum wir keine Ponchos mehr benutzen und stattdessen mit klassischen Regenjacken fahren. Aber das ist ein anderes Thema.
Packtaschen mit Abdeckung

Poncho und Taschenhülle blähen sich bei Gegenwind auf und drosseln das Tempo.